Das Erdbebenrisiko beziffert die möglichen Auswirkungen von Erdbeben auf Gebäude sowie die damit verbundenen finanziellen und menschlichen Verluste.
In der Schweiz zählen Erdbeben neben Pandemien und Strommangellagen zu den grössten Risiken gemessen am Schadenspotenzial. Im Vergleich zu anderen Naturgefahren treten sie zwar seltener auf, können aber ernste Schäden verursachen.
Auch wenn die beiden Begriffe Gefährdung und Risiko oft synonym verwendet werden, bedeuten sie nicht dasselbe. Eine Gefährdung ist die Möglichkeit einer Gefahr, während das Risiko beschreibt, wie wahrscheinlich es ist, dass diese Gefahr auch wirklich Schaden anrichtet.
Ein Erdbeben kann fast überall und jederzeit auftreten. Es gibt aber Regionen, in denen Erdbeben häufiger auftreten (höhere Gefährdung) als in anderen Regionen (niedrigere Gefährdung).
Das Erdbebenrisiko beschreibt, welche Schäden durch ein Erdbeben entstehen können. Je mehr Menschen und Gebäude von einem Erdbeben betroffen sind, desto grösser ist das Schadenspotenzial – entsprechend ist das Erdbebenrisiko insbesondere in dicht besiedelten Gebieten mit vielen Gebäuden hoch.
Einen ersten Überblick darüber, wie das Erdbebenrisiko in der Schweiz berechnet wurde, wo es am höchsten ist und wofür ein Risikomodell nützlich ist, erhalten Sie in diesem Video:
Die Sonne scheint für alle gleich. In manchen Regionen und je nach Jahreszeit ist die Sonneneinstrahlung aber intensiver. Das stellt eine hohe Gefährdung für Sonnenbrand dar.
Das Risiko, einen Sonnenbrand zu bekommen, hängt davon ab, ob man Sonnencreme benutzt, wie man sich kleidet, oder wie lange man sich in der Sonne aufhält. Wer sich gut schützt, hat ein geringeres Risiko, obwohl die Gefährdung durch die Sonne unverändert bleibt.
Erklärung: Die Sonne ist immer da, aber das Risiko von Hautschäden wird durch Schutzmassnahmen wie Sonnencreme, Kleidung, etc. beeinflusst.
Ein Blitz stellt eine potenzielle Gefahr in einem Gewitter dar. In manchen Regionen gibt es häufiger Gewitter (hohe Gefährdung), in anderen seltener (niedrige Gefährdung).
Die Wahrscheinlichkeit von Gewittern bleibt an einem Standort gleich, aber das eigene Verhalten beeinflusst das Risiko. Wenn man sich auf offenem Gelände befindet, ist das Risiko, von einem Blitz getroffen zu werden, höher, wenn man aufrecht steht, als wenn man eine gebückte Haltung einnimmt und den Bodenkontakt minimiert.
Erklärung: Das Gewitter (Gefährdung) tritt unabhängig davon auf, ob Menschen in der Nähe sind oder nicht. Aber das Risiko hängt davon ab, wie man sich vor dem Gewitter schützt.