Warum gibt es Erdbeben?

Auch wenn wir vermeintlich auf festem Boden stehen, unter unseren Füssen bewegt sich so einiges! Die komplexen Vorgänge im Erdinnern lässt die Erdoberfläche immer wieder erzittern – im Schnitt alle 20 Sekunden irgendwo auf der Welt.

Die Anordnung und Form der Kontinente vor 400 Millionen Jahren erinnert kaum an die Weltkarte, wie wir sie heute kennen. In der Animation sehen Sie, wie sich die Erde seither verändert hat. Der Grund? Die Plattentektonik.

Aufbau der Erde

Die Erdkruste besteht aus sieben grossen und zahlreichen kleineren Lithosphärenplatten. Sie bilden zusammen die äusserste feste Hülle der Erde, die sogenannte Lithosphäre. Die Lithosphäre ist ungefähr 100 km dick und besteht aus zwei Schichten, oben die Erdkruste und darunter die Mantellithosphäre. Die tektonischen Platten bewegen sich auf dem darunterliegenden zähflüssigen Erdmantel pro Jahr um wenige Zentimeter aufeinander zu, voneinander weg oder aneinander vorbei. Die Gesamtheit dieser Prozesse bezeichnet man als Plattentektonik.

Aufbau der Erde

Plattentektonik

An den Plattenrändern verhindern Reibungskräfte ihre kontinuierliche Bewegung. Dadurch bauen sich im Laufe der Zeit Spannungen auf. Sind diese Spannungen grösser als die Reibungskräfte, beginnen sich die Platten plötzlich ruckartig zu lösen – ein Erdbeben entsteht. Die dabei freigesetzte Energie breitet sich in Form von seismischen Wellen durch die Erde und an der Erdoberfläche aus. Sie verursachen Erschütterungen, die wir wahrnehmen und die Schäden verursachen können.

Plattentektonik